Author Topic: Aktion: Das Leben eines Bauern  (Read 12524 times)

Offline Mino

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Aktion: Das Leben eines Bauern
« on: 18. April 2010, 22:24:04 »
Meine Großmutter hat einen großen Garten, um den sie sich stets liebevoll gekümmert hat. Dort baute sie verschiedene Gemüse und Früchte an. Leider hatte sie vor 3 Jahren Probleme mit dem Knie, vor 2 Jahren zwei Schlaganfälle, vor einem Jahr wieder Probleme mit dem Knie und dieses Jahr ein gebrochenes Handgelenk und konnte sich somit schon eine ganze Weile nicht mehr um den Garten kümmern.
Das führte nun dazu, dass ich anbot ihr zu helfen. Ich sollte: das Tomatengewächshaus reparieren,  ein Beet umgraben und Bonenstangen aufstellen. Aus einer Laune heraus zog ich dazu eine schlichte Braune Leinentunika, eine Bundhaube sowie Bruche und Beinlinge an. Und wärend ich da so schwitzend in der Mittagssonne stand und das Gemüsebeet umgrub, dachte ich mir: das wäre doch was für die experimentelle Archäologie!
Ich weiß ja, dass du, Rodulf, selbst einen großen Garten bestellst. Somit hätten wir schon zwei große Gärten und mit dir immerhin eine Person, die Ahnung von Gemüseanbau hat. ;-) Meine Idee war, sich eine Zeit rauszupicken, zu schauen, welche Werkzeuge damals benutzt wurden und dann einen Tagesworkshop zu machen, in dem wir mit historischen Gewandungen und Werkzeugen einen Garten bearbeiten. Wer Gartenarbeit und Mittelalter mag, für den wäre das doch eine tolle Sache. Ich würde das ganze vielleicht etwas weniger hart gestallten, als es in der Realität wohl doch war - es soll ja irgendwie auch Spaß machen. Wir können uns auch langsam rantasten, erstmal mit modernen Werkzeugen arbeiten, und uns mit jeder Veranstalltung ein wenig steigern. Ich schätze, damals wurden z.B. Holzspaten benutzt, oder? So etwas könnte man ja dann vielleicht auch bei dir in der Werkstatt anfertigen lassen.

Wenn wir damit etwas erfahrung haben, könnten wir vielleicht den Workshop auch anderen anbieten und Geld dafür nehmen, dass die unsere Gärten umgraben. ;-)
Ich stellte mir das ganze dann so vor, dass wir uns frühmorgens treffen - möglichst bei Sonnenaufgang. Es gibt eine kleine Einführung ("Heute Abend werdeit ihr durchgeschwitzt und voller Erde sein! Stinken, einen Sonnenbrand haben, Euer Rücken wird weh tun und an Händen und Füßen werdet ihr Blasen haben. Viel spaß.")  in die damaligen Lebenumstände, die Gesellschaftliche Ordnung und schließlich die Arbeitsweise. Dann ein Frühstück (Brot und Käse? Haferschleim?) und dann geht es an die Arbeit. Und es wird den ganzen tag gearbeitet. Wir müssten Genug programm haben um den Ganzen Tag zu füllen, ich würde aber sagen, wir setzen nicht ein Ziel, dass erreicht werden muss, sondern sehen einfach, wie weit wir kommen. Z.B. könnte man ein großes Beet von unkraut befreien, umgraben/Pflügen und besähen oder so... je nachdem wie viele wir sind, eben mehrere Beete. So ein Menschgezogener Pflug wäre schon cool... naja, dazu gibt es Bier zu trinken. Habe irgendwo mal gelesen, dass damals auch tagsüber Bier getrunken wurde. ;) Dann macht die Arbeit auch gleich viel mehr spaß. (Wahlweise sollte es vielleicht auch klares Wasser geben. ;-) ) Mittag eine Suppe oder so und es wird bis Abends gearbeitet. dann vielleicht eine kleine Nachbesprechung, was erreicht wurde, wie das im Verhältnis zu dem steht, was damals so geschafft wurde und was man mit modernen Mitteln so schafft... persönliche eindrücke und so weiter...

Joa... ihr merkt schon, ich hatte viel Zeit rum zu spinnen, während ich das Bohnenbeet umgrub, ;-)
Was haltet ihr davon?
Grüße,
Mino der Barde
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Offline Rudolf von Heckenrain

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Re: Aktion: Das Leben eines Bauern
« Reply #1 on: 23. April 2010, 05:59:13 »
Wahnsinnsidee!!!
Daran gadacht habe ich auch schon mal aber ich habe mich nie getraut es auszusprechen.
Da Du aber nun den gleichen Faden spinnst, denke ich, das ganze ist gar nicht so absurd.
Über Werkzeuge und Methoden habe ich mich schon vor einiger Zeit kundig gemacht.
Wir sollten mal in Ruhe darüber diskutieren, vielleicht am ersten Mai auf der Trendelburg?

Offline Mino

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Re: Aktion: Das Leben eines Bauern
« Reply #2 on: 23. April 2010, 10:21:12 »
Freut mich, dass Dir die Idee gefällt! :-)

Im Grunde ist so ein Forum ja auch als Diskussionsplattform gedacht, was den Vorteil hat, dass man jedes Mal zeit hat sich Gedanken zu machen, noch sachen zu recherchieren, etc. bevor man antwortet und dass außerdem die Disskussion gleich Aufgezeichnet ist, so dass man alles nochmal nachlesen kann und nicht einen Teil der guten Ideen gleich wieder vergisst.
Also würde ich sagen: schreib doch zu den Methoden und zu deinen Ideen schonmal was hier im Forum.

Wir haben mit Dir, Astrid und mir  immerhin schon die Gründungsmitglieder - abgesehen vor Ralf, der ja offenbar im Moment keine Zeit hat - Beisammen. Natürlich würde ich das auch noch auf der Trendelburg ansprechen, wo wir auch deine Schwester und Michael fragen können, was für Ideen sie dazu haben. Aber im Grunde sind wir hier im Forum schon Entscheidungsfähig. Was ist eigentlich mit unseren Monatlichen Treffen? :-P Irgendwie sind wir da ein wenig ... aus dem Takt geraten.
Das könnten wir ja auch mal wieder anfangen.
Grüße,
Mino der Barde
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Offline Rudolf von Heckenrain

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Re: Aktion: Das Leben eines Bauern
« Reply #3 on: 24. April 2010, 14:36:13 »
Ja, monatliches Treffen, da hatte ich eigentlich die Illusion, dass wir das mit Marktbesuchen o.ä. kombinieren könnten. Geht aber nicht. Deswegen möchte ich gerne wieder das Monatstreffen einführen. Dazu mehr demnächst.
Und nun: Der Bauer im Mittelalter:
Die  üblichen Werkzeuge waren Spaten, Hacke (in verschiedenen Ausführungen) und Rechen.
Direse Werkzeuge waren aus Hartholz (Hainbuche oder Eiche) gefrtigt. Wer es sich leisten konnte, hatte am Spaten und der Hacke eine Stahlkante, die wenn sie abgenutzt war vom Dorfschmied erneuert wurde.
Für Besitzer von großen Ländereien war auch der Pflug ein angemessenes Arbeitsgerät. Dieser war ebenfalls aus Hartholz mit einer Stahlpitze. Gezogen wurde der Pflug meist von einem Ochsengespann, wer reich war konnte auch ein Pferd vorspannen, das hatte den Vorteil der größeren Schnelligkeit , mehr Ausdauer und war besser und einfacher lenkbar.
Von Menschen gezogene Pflüge haben sich nicht durchgesetzt, da sie nur die Erdoberfläche grob anritzen. Umgraben geht genauso schnell und ist gründlicher.
Zur Bekleidung: Da warst Du schon ganz nah dran!
Bruche ohne Beinlinge, kurze Tunka oder längeres Hemd, zusammengehalten je nach Vermögen mit einem Ledergürtel oder einfach ein Strick. Ganz wichtig: Kopfbedeckung. Lieber wären die damals mit dem nachten Hintern aus dem Haus gegangen als ohne was auf dem Kopf.
Jetzt das schlimmste: Die waren barfuss unterwegs, nur reichere hatten Holzschuhe an.
Wer von uns modernen Menschen kann das noch? Niemand! Barfuss geht gar nicht auf Dauer und Holzschuhe über einen längeren Zeitraum getragen, erinnenrn dann mehr an achäische Folterinstrumente denn an Schuhwerk welches das Leben eigentlich einfacher und komfortabler machen soll.
Die Ernährung:
Unser Bauer steht also im Morgengrauen mit dem ersten Hahnerschrei auf. Viel Zeit für Frühstüch nahm  er sich damals nicht. Verzehrt wurde in der Regel ein Kanten hartes Brot vom Vortag welcher in Bier eingeweicht wurde. Bier zum Frühstück wird jetzt so mancher denken, da brauche ich nix mehr arbeiten.
 Aber Bier ist nicht gleich Bier. Bei dem Bier welches die Leute im Mittelalter über den ganzen Tag verteilt tranken, handelt es sich um Dünnbier. Dünn bier entsteht beim Bierbrauen durch sozusagen einen zweiten Aufgusss. D. h. das Gerstenmalz wird nach dem eigentlichen Brauvorgang, bei dem richtiges Bier entsteht, ein zweites mal mit kochendem Wasser überbrüht und zur Gärung gebracht. Vergleichbar wie wenn man einen Teebeutel zweimal benutzt, der zweite Tee ist dann auch deutlich verwässerter.
Dieses Dünnbier hatte einen Alkoholgehalt von ca. 1;5%. Also echt unschädlich. Auch die Kinder tranken das damals.
Das erste richtige Eseen hat unser Bauer so gegen 10:00 Uhr zu sich genommen: Einen Brei aus über Nacht in Wasser gequollenem Getreide. Fertig. Ich habs mal probiert, macht satt aber ich musste mit jedem Löffel kämpfen um ihn runterzukriegen. Geschmacklich aus meiner Sicht für den heutigen Gaumen untragbar. Essbar machen kann man das ganze aber auch, ganz einfach je nach Gescmack mit einer Prise Salz oder Zucker. Dann kriegt mans runter.
So gestärkt kopnte unser Bauer dann fleißig weiterarbeiten bis zum Abend.
Dann gab es die Hauptmahlzeit des Tages. Da war quasi alles denkbar, je nach Vermögenslage.
So, das wärs im groben zur historischen Arbeits und Lebenssituation eines Bauern im Hochmittelalter.

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Re: Aktion: Das Leben eines Bauern
« Reply #4 on: 24. April 2010, 16:27:10 »
Hey, klasse! :-)
Was für Quellen hattest du?

Tjoa... da müssen wir uns überlegen, wo wir überall Abstriche in der Authenzität zugunsten unseres verweichlichten Lebensstils machen wollen. ;-) Schuhe vielleicht? Wenn ja, was für welche? Einfache Lederschuhe? Diese geschnürte Variante? Oder wollen wir - wenn wir da sowieso schon von der authentischen Variante abweichen - direkt mordernes Schuhwerk tragen?
Kann man die Werkzeuge bei dir in der Werkstatt machen lassen? Wollen wir uns eine Metallkante gönnen?^^

Das mit dem Dünnbier klingt irgendwie echt eklig... aber ich mag auch generell kein Bier.^^ Gibt es sowas heute noch zu kaufen? Kannst du sowas selbst brauen? Der Ekelfaktor beim Essen ist sowieso relativ hoch. In Bier eingeweichtes Brot... Gequollenes Getreide... Wollen wir da was drann ändern, damit das Essen mehr Spaß macht? Ich wäre ja fast dafür das Essen so beizubehalten, und dann ein wirklich leckeres, gehaltvolles Abendessen anzuhängen. Quasi als Selbstbelohnung. :-)
Wie könnte sowas aussehen? Ein Braten wäre vielleicht etwas zu viel des Guten, aber ein Eintopf mit Fleisch und zur Jahreszeit passendem Gemüse vielleicht?

Das wird bestimmt Super! :-)

« Last Edit: 24. April 2010, 16:29:04 by Mino »
Grüße,
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Offline Rudolf von Heckenrain

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Re: Aktion: Das Leben eines Bauern
« Reply #5 on: 24. April 2010, 17:19:24 »
Ja, ein paar Abstriche sind fürs erste wichtig, sonst will ads niemand. Wir sollten aber auf diese Abstriche hinweisen und wenn es jemand ohne Abstriche probieren will, nur zu!
Als erlaubet Schuhe könnte ich mir einem einfachen Lederhalbschuh vorstellen, boss kein Turnschuh oder Arbeitsstiefel.
Die Werhzeuge  Kann ich bei uns in der Werkstatt fertigen lassen. Eine Stahlkante sollten wir uns auf jeden Fall gönnen, die Erleichtert das Arbeiten etwas und ersart uns das Bereithalten von vielen Wechselwerkzeugen.
Dünnbier ist Weltklasse! Wenn ich braue, was so ca. 3x im Jahr stattfindet, mache ich immer den Zweiten Aufguss.
Ich genieße es zwar nicht zum Frühstück, aber es ist ein für meinen Geschmack wohlschmeckendes Getränk mit hohem Erfrischungseffekt und ohne allzugroßen Dröhnungsfaktor.
Beim Essen würde ich den Kompromiss eingehen und statt im Wasser gequollenes Getreide einen Haferbrei mit Milch und Honig anbieten und am Abend, ganz wie Du sagst, einen richtig dicken Eintopf mit ordentlich was drin

Offline Rudolf von Heckenrain

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Re: Aktion: Das Leben eines Bauern
« Reply #6 on: 25. April 2010, 08:05:55 »
So, hier noch meine Quellen, die wolltest Du ja gern wissen:
1. Die Bücher:
Alltag im Mittelalter
Gaukler, Dirnen, Rattenfänger
Das Leben im Mittelalter

2. Die Video CD´s/DVD´s:
Mauern, Brunnen, Galgenstricke
Handel, Handwerk, Marktgeschehen
Von Bauern und Mönchen
Von Mönchen und Ketzern
Von Städten und Kathedralen
Bäuerliches Leben im Mittelalter
Bauberufe im Mittelalter

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Re: Aktion: Das Leben eines Bauern
« Reply #7 on: 25. April 2010, 21:43:28 »
Danke...
Was hast du für ein Getreide genommen, zum Einweichen? Ich will das auch mal ausprobieren. :-D

Bei den geschnürten Lederschuhen dachte ich an sowas:
- Bild I -
- Bild II -
Die bekommt man so oder ähnlich ja überall zu Spottpreisen nachgeschmissen - hatte ich zumindest den Eindruck - oder sie ließen sich relativ einfach selbst herstellen. Ich weiß aber weder, wie authentisch sowas ist, noch ob es für uns überhapt einen Nutzen hat... ich meine, man läuft halt immerhin nicht Barfuß rum, aber eine feste Sohle haben die auch nicht...
Grüße,
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Re: Aktion: Das Leben eines Bauern
« Reply #8 on: 26. April 2010, 13:56:32 »
Als Getreide habe ich eine Vierkornmischung aus Dinkel, Roggen, Gerste und Hafer genommen.
Über Nacht in Wasser quellen lassen, fertig. Wohl bekomms!
Zu den Schuhen:
Die gibts für so ca. 20,- Euro
Das Hauptproblem dürfte aber sein: Versuch damit mal auf die Spatenkante zu treten um diesen in die Erde zu treiben.
Nach ner halben Stunde Graben kannste dann deinen Fuß an der Garderobe abgeben.
Ich denke, eine stabile Sohle ist wichtig, gern auch auf Kosten der Authenzität.
Sonst macht da doch keiner mit.

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Re: Aktion: Das Leben eines Bauern
« Reply #9 on: 03. May 2010, 22:36:45 »
Den Faden habe ich nun noch etwas weiter gesponnen und dabei so verschiedene Gedanken entwickelt.
1. Das Angebot ''Ein Tag im Leben eines Bauern im Mittelalter'' sollte zu festen Terminen buchbar sein.
2. Gruppengröße max. 6 Personen, sonst wird es zu wuselig und zu unpersönlich.
3. Angebotene Speisen: Getreidebrei, odentlicher Eintopf.
4. Angebotene Getränke: Wasser, Dünnbier, Bier, mit Wasser verdünnter Wein.
5. Zeiten: Beginn 7:00 Uhr; Getreidebrei 11:00 Uhr; Feierabend 18:00 Uhr mit Eintopf und gemütlichem Ausklang; Ende der Gesamtveranstaltung 21:00 Uhr.
6. Die durchzuführende Arbeiten variieren Saisongemäß (Unkrautjäten, Umgraben, Hacken, Säen, Ernten, Hühnerhaus misten, Gras mit der Sense mähen, Heu wenden.....).
7. Das Verzehren oder Mitnehmen von Erntegut gehört nicht zum Angebot.
8. Die Leihgebühr für angemessene mittelalterliche Bekleidung und deren anschließende Reinigung ist in der Seminargeühr inbegriffen, Schuhe bringt jeder selbst mit. Diese müssen nicht authentisch sein, es sollten jedoch normale braune Halbschuhe sein.
9. Jeder Teilnehmer muss einen Haftungsausschluss unterschreiben, eine Versicherung benötigen wir als Veranstalter trotzdem. Für alle Fälle, man weiß ja nie......
10. Angemessene Werkzeuge werden von uns gestellt.
11. Wir müssen Werbung machen (Karfunkel, Flyer auf Märkten verteilen und unsere Internetpräsenz).
12. Den Preis müssen wir gemeinsam genau kalkulieren, er muss enthalten die Kosten für Leihbekleidung (Abschreibung) und deren Reinigung, Essen+Trinken, Versicherungskosten, Werkzeuge (Abschreibung) und unsere persönliche Gage. Ich schätzemal grob, dass wir da irgendwo zwischen 30,- und 50,- Euro Teilnahmegebühr pro Person hinkommen.
13. Ist die Veranstaltung einmal gebucht, so findet sie bei jedem Wetter satt, nur die Arbeiten ändern sich dann eben.
14. Bei Nichterscheinen eines angemeldeten Teilnehmers gibt es kein Geld zurück.
15. Handys, Uhren, Tabakwaren und ähnliche ''neumodische'' Dinge haben auf der Veranstaltung nichts zu suchen.
16. Das Mindestalter der Teilnehmer ist 14 Jahre.
17. Für Teinehmer die von weiter her anreisen, können Übernachtungen auf Wunsch organisiert werden. Ortsübliche Preise. Für diese Organisation erheben wir keine Extragebühr.

Diese Punkte stelle ich einfach mal so zur Diskussion, was Meint ihr?


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Re: Aktion: Das Leben eines Bauern
« Reply #10 on: 05. May 2010, 21:08:51 »
Quote
1. Das Angebot ''Ein Tag im Leben eines Bauern im Mittelalter'' sollte zu festen Terminen buchbar sein.
Dafür.

Quote
2. Gruppengröße max. 6 Personen, sonst wird es zu wuselig und zu unpersönlich.
Hätte grundsätzlich auch nichts gegen etwas größere Gruppen, habe aber kein Problem mit der kleinen Gruppe und denke, das wir in jedem fall mit einer kleinen Gruppe anfangen sollten.. Das koordinieren will ja auch geübt werden...

Quote
3. Angebotene Speisen: Getreidebrei, odentlicher Eintopf.
Ich fand das in Dünnbier eingelegte Brot noch eine tolle sache... :-D

Quote
4. Angebotene Getränke: Wasser, Dünnbier, Bier, mit Wasser verdünnter Wein.
Dafür.

Quote
5. Zeiten: Beginn 7:00 Uhr; Getreidebrei 11:00 Uhr; Feierabend 18:00 Uhr mit Eintopf und gemütlichem Ausklang; Ende der Gesamtveranstaltung 21:00 Uhr.
Dafür.

Quote
6. Die durchzuführende Arbeiten variieren Saisongemäß (Unkrautjäten, Umgraben, Hacken, Säen, Ernten, Hühnerhaus misten, Gras mit der Sense mähen, Heu wenden.....).
Dafür. (Klingt toll... :-) )

Quote
7. Das Verzehren oder Mitnehmen von Erntegut gehört nicht zum Angebot.
Jo...

Quote
8. Die Leihgebühr für angemessene mittelalterliche Bekleidung und deren anschließende Reinigung ist in der Seminargeühr inbegriffen, Schuhe bringt jeder selbst mit. Diese müssen nicht authentisch sein, es sollten jedoch normale braune Halbschuhe sein.
Darunter kann ich mir noch nicht so richtig was vorstellen... kannst du mir mal Zeigen, was du für Schuhe meinst? Bei braunen Lederhalbschuhen denke ich automatisch erstmal an sowas:Halbschuhe und das meinst du vermutlich nicht. :-P Ich für meinen Teil habe, glaube ich, keine braunen Lederhalbschuhe, die sich zur Gartenarbeit eignen würden.

Quote
9. Jeder Teilnehmer muss einen Haftungsausschluss unterschreiben, eine Versicherung benötigen wir als Veranstalter trotzdem. Für alle Fälle, man weiß ja nie......
Okay. :-) Gut, dass du dich offenbar damit auskennst.

Quote
10. Angemessene Werkzeuge werden von uns gestellt.
Jo...

Quote
11. Wir müssen Werbung machen (Karfunkel, Flyer auf Märkten verteilen und unsere Internetpräsenz).
Dafür.

Quote
12. Den Preis müssen wir gemeinsam genau kalkulieren, er muss enthalten die Kosten für Leihbekleidung (Abschreibung) und deren Reinigung, Essen+Trinken, Versicherungskosten, Werkzeuge (Abschreibung) und unsere persönliche Gage. Ich schätzemal grob, dass wir da irgendwo zwischen 30,- und 50,- Euro Teilnahmegebühr pro Person hinkommen.
Jo. Weißt du wie das mit Versteuerung oder so ist?

Quote
13. Ist die Veranstaltung einmal gebucht, so findet sie bei jedem Wetter satt, nur die Arbeiten ändern sich dann eben.
Bwäh... Dafür. Was wären das denn so für arbeiten, die wir bei Sturm und Gewitter ausführen? ;-)

Quote
14. Bei Nichterscheinen eines angemeldeten Teilnehmers gibt es kein Geld zurück.
Jo...

Quote
15. Handys, Uhren, Tabakwaren und ähnliche ''neumodische'' Dinge haben auf der Veranstaltung nichts zu suchen.
Dafür.

Quote
16. Das Mindestalter der Teilnehmer ist 14 Jahre.
Wie kommst du genau auf dieses Alter? Bin aber damit einverstanden.^^

Quote
17. Für Teinehmer die von weiter her anreisen, können Übernachtungen auf Wunsch organisiert werden. Ortsübliche Preise. Für diese Organisation erheben wir keine Extragebühr.
Okay...
Grüße,
Mino der Barde
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Re: Aktion: Das Leben eines Bauern
« Reply #11 on: 05. May 2010, 21:54:35 »
Zu 2. Ja, auf jeden Fall klein anfangen.
Zu 3. Da habe ich gar nicht mehr dran gedacht. Das in Dünnbier eingeweichte Brot kommt ins Programm!
Zu 8. Ogottogott, nee, so ein Schuh auf keinen Fall. Ich weiß auch nicht, wie ich es erklären soll, aber ich versuche mal Bilder zu finden.
Zu 12. Wenn die ganze Sache ins Laufen kommt und regelmäßig stattfindet, muß das dem Finanzamt gemeldet werden. Wie das genau vonstattengeht, wird mir, wenn es soweit ist, mein Steuerberater schon erklären.
Zu 13. Das ist tatsächlich ein heikler Punkt. Mit Stürmen rechne ich während der Gartensaison eigentlich nicht, das ist mehr so eine Sache für den späten Herbst oder im zeitigen Frühjahr. Gewitter haben erfahrungsgemäß die Eigenschaft recht heftig zu sein, sind aber auch nach relativ kurzer Zeit vorbei und dann kann es wieder weiter gehen im Garten. Kurze Schauern zwischendurch können als willkommene Arbeitspausen genutzt werden. Das einzige, was ein echtes Problem darstellt ist eine Schlechtwetterperiode mit so richtigem Dauerregen den ganzen Tag lang. Sollte dieser Fall eintreten, so muß die Sache tatsächlich abgesagt werden, mit Geld zurück. Da gibt es einfach keine Alternativen.
Zu 16. Das Alter ist ein Erfahrungswert, bei jüngeren wird es oftmals dann quengelig und albern.

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Re: Aktion: Das Leben eines Bauern
« Reply #12 on: 11. May 2010, 05:47:14 »
Noch eine Idee:
Um das Risiko einer ausfallenden Veranstaltung zu minimieren hätte ich folgende Idee:
Tatsächlich kann es immer mal vorkommen, dass witterungsbedingt keine oder nur wenige Gartenarbeiten möglich sind.
Der hart im Existenzkampf stehende Bauer in Mittelalter konnte es sich dann aber wohl kaum erlauben die Hände in den Schoß zu legen bzw.  die Füße hoch.
Mit angepasster Kleidung sollte es möglich sein, bei Gartenarbeitsausfall im größeren Stil, in den Wald zu gehen um dort Wildkräuter, Berren, Pilze, Nüsse....... zu sammeln. Je nach Jahreszeit gibts da immer was und die Leute haben das früher auch getan um ihren Speiseplan zu bereichern.
Sollte auch kein Problem darstellen, da ich mich mit dem ganzen wildwachsendem Zeug recht gut auskenne.

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Re: Aktion: Das Leben eines Bauern
« Reply #13 on: 12. May 2010, 09:37:27 »
Ich weiß nicht, ob ich, wenn zu schlechtes Wetter für die Gartenarbeit ist, Lust habe in den Wald zu gehen... Natürlich schützen die Bäume ein wenig vor Regen... aber letztenendes wird das auch eine sehr nasse Angelegenheit.
Grüße,
Mino der Barde
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Offline Rudolf von Heckenrain

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Re: Aktion: Das Leben eines Bauern
« Reply #14 on: 12. May 2010, 10:18:35 »
Vor Regen schützt nur die richtige Kleidung.
Mir geht es bei dieser Idee darum, eine Alternative zu ermöglichen, da Arbeiten im richtig nassen Boden schlecht möglich sind. Es bringt nichts, Quatschnassen Boden irgendwie bearbeiten zu wollen, darin Unkraut zu jäten oder auszusäen.
Und so könnte man, dachte ich mit regentauglicher Bekleidung im Wald Wildpflanzen kennenlernen und sammeln.
Bei der Regenfesten Bekleidung müssen dann ggf. Abstriche bei der Authentizität gemacht werden.
Bezüglich der Werkzeuge habe ich bei uns in der Schreinerwerkstatt nachgefragt, das wird ein teurer Spass.
 Für einen Holzspaten, der noch nicht mit einer Stahlkante versehen ist, würde ich 50 Euro bezahlen müssen.
Dafür bekomme ich vier neuzeitliche Stahlspaten komplett mit Holzstiel. Und der hält dann quasi ewig.
Bei den anderen Werkzeugen ist das Verhältnis gleich.
Mein Vorschlag nun: Wir nehmen einfach meine vorhandenen Werkzeuge. Die sind zahlreich vorhanden und wirken aufgrund ihres Alters und intensiven Gebrauchs schon fast historisch.
Aber ich werde noch mal separat recherchieren, wann Werkzeuge zur Bodenbearbeitung regulär komplett aus Stahl zum Einsatz kamen.