Author Topic: Wer bin ich  (Read 1843 times)

Offline Rudolf von Heckenrain

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Wer bin ich
« on: 09. May 2010, 17:11:41 »
Ich habe mir mal weitergehende Gedanken zu der von mir dargestellten Person gemacht.
Rudolf von Heckenrain, wer soll das denn sein?
Gemäß meiner Vorstellung ist das ein ganz kleiner adliger in der Stellung eines einfachen Dienstmannes der Wach- und Waffendienste, sowie Kurierdienste am Hofe eines hohen adligen, beispielsweise eines Grafen, wahrnimmt.
Zeitfenster: 1100 - 1200
Alles andere halte ich für mich als unrealistisch. Höhere adlige hatten auf jeden Fall Pferde jede Menge Bedienstete und waren mit großem Troß und Gefolge unterwegs.
Finde ich auf den diversen Veranstaltungen immer so Spaßig, wenn da so mancher sich einen abbicht vor lauter Authentizitätsgehabe, aber dann einen Grafen oder ähnliches darstellt und nicht mal ein Pferd hat oder angemessenes Gefolge.
Also davon möchte ich lieber Abstand nehmen.
Einfacher Mann und Spass dabei!!!

Offline Mino

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Re: Wer bin ich
« Reply #1 on: 12. May 2010, 09:43:12 »
Finde ich sehr gut den Ansatz. Das passt auch gut zu mir, als Minnesänger, denn oft waren es Ministeriale, niederer Dienstadel, die versuchten ihre gesellschaftliche Position zu verbessern, indem sie das höfische Ideal des Ritters anstrebten. Der "Ritterstand" war nämlich kein eigener Stand, sondern wer sich bei Hofe gut zu betragen wusste, wer ein guter Mensch war und des Sanges Kunst übte, der stellte das Ideal des Ritters dar - ob Kaiser oder Ministerialer.
Grüße,
Mino der Barde
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Offline Mino

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Re: Wer bin ich
« Reply #2 on: 23. May 2010, 11:05:18 »
Ich habe noch eine Idee zu unserem Haufen und unseren Charakteren. Wie wäre es, wenn wir Überlebende des Kreuzzugs wären?
Ich kam auf die Idee, weil ich darüber nachdachte, wie mein bester Freund Marvin in unsere Runde passen könnte. Und da ich neulich den älteren Robin Hood mit Kevin Costner gesehen habe, dachte ich daran, dass er ein Heide sein könnte, den ich aus dem heiligen Land mitgebracht habe. Vielleicht was mit Lebensschuld und so. Ich denke, das würde ganz gut zu ihm passen... Außerdem würde uns das zu einer eingeschworenen Gemeinschaft machen. Ernennungsurkunden ausstellen, Symbole wie die Medallions mit unserem Wappen darauf tragen, etc. ergeben für einen Verein sinn... aber nicht unbedingt für zwei Dienstadelige, die mit kleinem Gefolge umherziehen.  Da würde so etwas wie eine "Ordensstruktur" doch etwas hermachen... nicht, dass wir ein echter Kreuzfahrerorden sind - oder vielleicht auch das? - aber wir haben Seite an Seite gekämpft mit den Ordensrittern und haben daher vielleicht einiges übernommen? Ich kenne mich damit leider nicht sehr gut aus, es ist bis jetzt nur so eine etwas wirre Idee. Ich werde mal recherchieren, wie das mit den Kreuzzügen so war, welche Adeligen aus der Region ins Heilige Land gezogen sind und zu wem wir gehört haben könnten und so...

Was haltet ihr davon?
Grüße,
Mino der Barde
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Offline Rudolf von Heckenrain

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Re: Wer bin ich
« Reply #3 on: 25. May 2010, 16:52:29 »
Super Idee!!!
Marvin hat dunkle Haare und dunkle Augen. Wenn er bereit ist in die Rolle eines Sarazenen zu schlüpfen, so wäre das eine echte Bereicherung für uns.
In der Zeit, die wir darstellen wollen, haben immerhin der 2. und der 3. Kreuzzug stattgefunden.
Aber auch jenseits der von der Geschichtsschreibung gezählten 7 großen Kreuzzüge gab es unzählige kleine bewaffnete "Pilgerfahrten" ins heilige Land.
Und so könnte man die Sinnlosigkeit des Tötens um der Religion willen erkannt haben. Man schloss sich zusammen um gemeinsam Ziele zu erreichen und zu überleben, oder so ähnlich?
Das hat uns dann zu einem festen Haufen zusammengeschweißt.
« Last Edit: 25. May 2010, 18:15:25 by Rudolf von Heckenrain »

Offline mountainhope

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Re: Wer bin ich
« Reply #4 on: 27. September 2010, 19:50:13 »
Mit den Kreuzzügen etc. kenne ich mich ein wenig aus. Ich habe da mal ein paar Artikel über die Templer geschrieben, die (ich weiß, Eigenlob stinkt) eigentlich recht gut angekommen sind. Dafür habe ich sehr viel recherchiert und es ist auch eins meiner großen Interessensgebiete.

Als Ordensritter ist man an das Mönchsgelübde gebunden (Adliger Herkunft -> weißes Gewand mit rotem Kreuz), das bedeutet Stundengebete zu diversen Tageszeiten. Die Kleidung ist nicht sehr flexibel wählbar. Keine Barden!!!! Keine Frauen!!!!! Jeder Ritter hatte 2 Pferde und einen Knappen.
Es sei denn man ist kein Ritter sondern Laienbruder (Sergeanten -> schwarzes Gewand mit rotem Kreuz), denn diese waren auch verheiratet und etwas flexibler.

Interessanter wäre dann eher ein Gruppe Gleichgesinnter aus dem Gefolge eines gestorbenen Adligen auf der Heimreise von Outremer. Durch den Tot des Adligen wurden sie von der Kreuzzugspflicht entbunden und konnten heimreisen, oder so.

Lux Lucet in Tenebris